Archiv der Kategorie: Brot & Spiele

Alles bärig

Vergangenen Samstag machten wir einen Ausflug nach Arbesbach in den Bärenwald und wie immer, wenn ich irgendwohin ausfliege, gibt es Wetter. Zur Abwechslung musste ich dieses Mal nicht stundenlang durch Regenmassen fahren, Petrus hatte sich für mich Nebel überlegt. Die Belohnung kam erst, nachdem wir Zwettl hinter uns ließen. Auf einmal war der Nebel weg und Sonne da. Genau im richtigen Augenblick.

Der Bärenwald Arbesbach ist ein Tierschutzprojekt von Vier Pfoten und gibt Bären aus schlechter Haltung ein neues Zuhause, wie zum Beispiel Vinzenz und Liese (Geschwister). Die Syrischen Braunbären wurden zuerst als Zirkusbären und dann als Besucherattraktion in einem betonierten Steingraben Nähe Mariazell gehalten, bis sie 1998 aus diesem Dasein befreit und nach Arbesbach gebracht wurden. 

Wir hatten das Glück, dass sich ein Großteil der Bären während unserer Führung zeigte. Vinzenz spazierte das erste Mal an uns vorbei, als wir auf den Beginn der Führung warteten. Eine halbe Stunde später, als unser Guide gerade davon erzählte, was und wie Bären essen, tapste Tom (oder Jerry) daher daher und gab eine Demonstration dessen, was wir gerade erzählt bekamen: er klaubte sich einen Apfel vom Boden, legte ihn auf seine Tatze und begann, ihn zu zerteilen und schmatzend zu verspeisen. Das fand ich ziemlich beeindruckend – ich dachte immer, Bären würden so kleine Dinge mit einem Haps verschlingen – aber ich sollte endlich damit aufhören, von mir auf andere zu schließen.

Ein weiteres Mal bekamen wir ihn zu Gesicht, als er auf einem Felsen sitzend auf uns herab gesehen und sich in milder Güte fotografieren hat lassen. Er drehte sogar den Kopf ein Mal in jede Richtung, damit man sein knuffiges Gesicht von allen Seiten betrachten konnte, bevor er uns seinen pelzigen Hintern zudrehte und verschwand.

Seinen Bruder musste man schon suchen. Er lag neben einem Baum, den Rücken zu uns gedreht und machte gerade ein Mittagsschläfchen. Es war kaum auszumachen, wo er liegt, es hätte auch ein Baumstamm sein können. Aber sucht selbst.

Die Brüder Tom und Jerry sind ebenfalls ehemalige Zirkusbären, danach kamen sie in den Safaripark Gänserndorf und als dieser in Konkurs ging, fanden sie im Bärenwald ihr neues Zuhause.

Alle Bären haben wir nicht gesehen (es wird auch auf der Website darauf hingewiesen, dass man bitte Verständnis haben soll, wenn sie sich zurückziehen), dafür ihre Vorgeschichte gehört und gelesen (zu jedem Bären gibt es auch ein paar Fakten auf dem Infofolder, der einem beim Bezahlen des Eintritts von 5 Euro an der Kassa ausgehändigt wird). Ob sie nun in Betongruben, privaten (!!) Zwingern oder 5m² (!!!!) kleinen Käfigen gehalten wurden: es macht einen alles gleich traurig.

Wer vielleicht im nächsten Frühjahr, wenn die Bären wieder aus ihrem Winterschlaf erwachen, einen Ausflug zur Burg Rappottenstein plant, sollte die Gelegenheit gleich nutzen, im Bärenwald Arbesbach vorbei schauen und sich vielleicht auch eine Führung gönnen. Ich habe es jedenfalls nicht bereut, weil unser Guide sein Wissen so herzlich vermittelt und mit so viel Liebe über “seine” Bären gesprochen hat, dass man ihm einfach gern zuhört. Man merkt ihm diesen speziellen Draht zu den Tieren einfach an :-)

Fazit: ein sehr liebevoll geführtes Projekt in einer traumhaften Umgebung und sehr gut kombinierbar mit einem Ausflug auf die Burg Rappottenstein. 

 

Vienna Masters 2012

Pferd findet Stadt. Im wahrsten Sinn des Wortes, denn Wien ist tatsächlich eine offizielle Station der Global Champions Tour. Am 22.9. findet das Springturnier, an dem die 30 besten Reiter der aktuellen Weltrangliste (+ 20 Reiter mit Wildcards)  teilnehmen werden, im Rahmen der Vienna Masters (20.9 bis 23.9.) statt.  Die Kulisse dafür könnte großartiger nicht sein, Austragungsort ist nämlich der Wiener Rathausplatz. 

Nun habe ich das Ganze via Facebook verfolgt und natürlich auch den beeindruckenden Trailer gesehen, allerdings habe mich dabei immer wieder gefragt: Uhm.. trabt da wirklich ein Pferd am Riesenrad/Parlament/Museumsquartier/Rathausplatz vorbei oder wurde ausnehmend gut getrickst? 

Im Making of sieht man: das Pferd war tatsächlich überall vor Ort. 

Ob, wann und wer zu den Vienna Masters geht, war im Stall natürlich Gesprächsthema #1 und alle wollten vorzugsweise am Tag der Global Champions Tour anwesend sein, allerdings haben die Karten für so ein riesiges Event natürlich auch ihren Preis. Die wirklich guten Plätze kosten 80 Euro. Jetzt ist es aber so, dass keiner der Reiter, die ich kenne, JEMALS gesagt hätte: “Ich bezahle die Rechnung für den Sattler/das neue Zaumzeug/den Tierarzt von dem vielen Geld, das bei mir daheim eh nur als Staubfänger rumliegt. Deshalb verflog die Vorfreude relativ schnell und es kamen Aussagen wie diese: 

- Nächste Woche kommt der Tierarzt, keine Ahung, ob ich danach noch Geld habe oder die Heucobs von meinem Pferd essen muss. 

- Kann nicht, brauch neue Stiefel.

-  Sattler!

- Muss mir eine neue Reitjacke für den Winter kaufen. 

Tja. Damit war das Thema zwar besprochen, aber nicht vom Tisch. Wir hoffen alle auf eine Fernsehübertragung (I´m looking at you, Öffentlich Rechtlicher), finden uns gemeinsam vor der Flimmerkiste ein und betrachten mit einem lachenden und einem weinenden Auge (Rathausplatz!! Das ist vor Ort sicher mehr als awesome) die Turniere. 

Samsung Galaxy Note

Kürzlich habe ich beim Gewinnspiel von Samsung Österreich mitgemacht. Die Aufgabe bestand darin, im Galaxy Comic Creator ein Bild hochzuladen, mit diversen Comic Elementen verzieren (zB Sprechblasen, oder diese “Geschwindigkeitsstreifen”, wenn jemand schnell abzischt - kennt ihr sicher noch vom Road Runner, ), hochladen, fertig. Der Hauptpreis: ein Samsung Galaxy Note. Umso mehr Ansporn für mich, denn mein altes Smartphone war schon ein altersschwacher Methusalem, außerdem fürchterlich schwerfällig und naja, Spaß hat das Teil irgendwie nie gemacht. Meinen Beitrag habe ich daher in leiser Hoffnung auf den Hauptpreis abgeschickt. Wenige Wochen später halte ich, die normalerweise nichtmal nen Blumentopf gewinnt, ein weißes Galaxy Note in den Händen und bin total verliebt!!!

Alleine das HD Amoled Display trieb mir schon Tränen in die Augen, von so einer Brillanz konnte ich bei meinem letzten Smartphone ja nur träumen. Da es erst seit Montag in meinem Besitz ist, bin ich mit dem Einrichten noch nicht fertig, abgesehen von ein paar Apps, aber bis jetzt sind mir schon folgende Punkte sehr positiv aufgefallen:

- Jetzt kann ich noch wenig über die Akkuleistung berichten, aber er war nach meiner stundenlangen Spielerei noch immer halb voll und dann auch noch einen ganzen Tag im Büro mit, ohne den Geist aufzugeben. Ich habe das Note also ca. 1,5 Tage recht intensiv genutzt, bevor es wieder an die Steckdose gekommen ist. In den ersten Tagen ist der Akku aber doch einer anderen Belastung ausgesetzt, als wenn man eben nicht ständig an den Grundeinstellungen rumspielt.

- Ich hab mir die Kindle App runtergeladen und zum Test eines von den kostenlosen Büchern. Funktioniert bei der Displaygröße wirklich super!

- Einfache Bedienung. Man findet sich sehr schnell zurecht.

- Schnell und effizient. Anfangs war ich wohl zu ambitioniert, denn der Bildschirm ist mir manchmal regelrecht “davon gescrollt”. Webseiten bauen sich extrem schnell auf.

- 8 MPixel Kamera. Drei Models waren zum Zeitpunkt des Tests in meiner Wohnung anwesend (1 Mann, 2 Katzen). Leider erfüllten sie sämtliche Klischees und waren ausgesprochen zickig. Hier der Versuch eine Katze zu fotografieren, wenn diese das nicht will.

Ergebnis: sehr zufriedenstellend. Also die Bildqualität. Ein bisschen mehr Mühe hätte sich die Katzenzicke schon geben können.

- Die Frontkamera hat 2 MPixel. Erst dachte ich mir “Meh”, als ich sie ausprobiert habe: Uaaaah, das nächste Mal doch lieber mit Make Up und nicht nach einem 10h Arbeitstag. ;-)

- Betriebssystem: ist natürlich Android.

Fazit: Für meine Bedürfnisse, und ich bin jemand, der online sehr aktiv ist, ein großartiges Teil. Mit dem 5,3 Zoll Display ist es natürlich größer als andere Smartphones und bei den ersten Telefonaten war es ein bisschen ungewohnt, aber 1. habe ich mich schnell daran gewöhnt und 2. sind, meiner Meinung nach, nicht die Dauertelefonierer Zielgruppe des Samsung Galaxy Note, sondern die Onliner.

Lushifiziert

Aus meinem Badezimmer verschwinden sukzessive sämtliche Duschgels, Bodylotions, Cremen und Haarshampoos von allen Marken, die Tierversuche durchführen. Nachdem LUSH generell für eine nachhaltige Produktionsweise und tierversuchsfreie Kosmetik (R.E.A.C.H. OUT or the Bunny gets it) steht, habe ich natürlich dort mein Geld gelassen. Mehr Infos zu R.E.A.C.H OUT gibt es auf der Website von Lush.

Bis jetzt mussten sowohl meine Duschgels als auch die Handcreme in den Mistkübel umziehen, damit sich die jeweiligen LUSH Versionen ausbreiten können. Das Shampoo hat noch eine Gnadenfrist bekommen, aber nachdem es für mich nicht nur unter dem dringenden Tatverdacht der Tierversuche steht, sondern auch noch meine Kopfhaut so sehr darunter leidet, dass mir die Schuppen wie Geröll aus den Haaren fliegen, schmeiss ich es auch bald raus. Hochkantig.

Dafür bin ich mit meinem neuen Dusch- und Cremezeug so zufrieden, dass ich alle drei “Lushies” fürs Familienfoto aufgestellt habe – und drunter gibt es auch jeweils ein erstes Fazit meinerseits.

250 Gramm Creamed Almond & Coconut Smoothie
Von der Konsistenz her wie eine Creme, ist der Smoothie nicht nur besonders ergiebig sondern auch reichhaltig, denn das lästige Eincremen nach dem Duschen fällt völlig aus (zumindest für meine Haut reicht der Smoothie völlig).

250 Gramm Flying Fox Honigduschgel
Riecht lecker. Die Beschreibung verspricht mir Sex-Appeal, verdrehte Köpfe und gute Laune. Ich habe es noch nicht probiert, werde mir aber vorsorglich schonmal ein schwarzes Adressbuch zulegen. Und Würfel. Mögen die entscheiden, wem ich das Herz zuerst breche.

100 Gramm Helping Hands 
Inhaltsstoffe: Kamille, Leinsamengel, Mandelöl, Sheabutter usw. Fazit: Hab mich beinahe vor Freude überschlagen, als ich bemerkte, dass sogar bei meinen trockenen Hände einmaliges Auftragen (sehr dosiert) reicht und auch noch sehr schnell einzieht.

Was sollte man noch unbedingt von Lush ausprobieren? Auf meinem Wunschzettel steht schonmal diese Haarseife, aber wenn ich schonmal dort bin, kaufe ich lieber gleich ein bisschen größer ein ;-)

Finkh

Wisst ihr, was das ist? Ein Stück vom Himmel, nämlich Schokoladengateau, oder SchokoladenCHATEAU, wie ich es nenne.

Außen schön fest, dann weich und in der Mitte entspringt ein Schokoladenfluss. In Kombination mit dem Beerenragout und dem Vanilleeis so köstlich, dass ich irgendwann darin begraben werden möchte. Auf der Karte steht, dass man 15 Minuten warten muss, aber für die Liebe meines Lebens tue ich das gerne.

Wo man das bekommt? Im Finkh, früher Werkstätte (sieht man teilweise noch – guckt mal an die Decke, wenn ihr dort seid) heute ein überschaubares Lokal mit Wohnzimmerfeeling, sehr gutem Essen und sehr freundlichem Service. Der Kellner hat sich sogar bei mir entschuldigt, weil mein Schokoladengateau ein bisschen zerfallen war. Wurscht. Aber sowas von! Fotografiert habe ich dann zwar das meiner Begleitung, aber essen würde ich sie alle. Es zählen die inneren Werte!